Die Lasterhöhle Flatrate-Bordell und die Presse

sex gegen geld

Die Stuttgarter Nachrichten haben mit den Damen des Bordells gesprochen, der für die Presse ein begehrtes Sommerlochthema und für die Politiker im Schwabenländle offenbar ein Politikum ist.

Die Lasterhöhle selbst heißt „Pussy-Club“, liegt im schwäbischen Fellbach, das von Stuttgart aus nur einen Katzensprung entfernt liegt, und der Stein des Anstoßes ist die „Flatrate“. „Sex mit allen Frauen! So lange, so oft und wie Du willst!“ sagt die Werbung. Zwischen Werbung und Wahrheit liegt allerdings die Realität, und die geht ungefähr so: Es ist nicht mit allen Frauen alles möglich – so ist es im Bordell eben.

Die Flatrate ist der erste Stein des Anstoßes: Gutmenschen haben sich zusammengetan, haben die Politiker mobilisiert, um dem menschenverachtenden Tun ein Ende zu bereiten – so sagen sie jedenfalls. Es wäre schön, wenn sich Schwaben immer dann zusammentun würden, wenn irgendwo ein „menschenverachtendes Tun“ ruchbar wird. Tun sie aber nicht – gegen einen Puff zu sein ist da viel schicker, zumal man immer noch sehr pietistisch ist in dieser Gegend Württembergs.

Das zweite Problem: Die Damen sind alle Osteuropäerinnen, was bei den Bürgern wie bei der Presse Verdacht erregt. Rumänien? Da klingelt nicht etwa die EU-Glocke, sondern die des Osteuropamysteriums. Irgendetwas muss doch an einem Bordell faul sein, in dem die Frauen ausschließlich Osteuropäerinnen sind?

Die Damen im Pressegespräch tun, was jeder andere gute Subunternehmer tut: Für das Unternehmen sprechen. Weil nur eine Frau gut deutsch spricht, orakeln die Nachrichten: „Anina spricht als eine von wenigen gut Deutsch, darum ergreift sie für alle anderen das Wort. Auch sonst scheint die kräftige Schwarzhaarige ihre Landsfrauen im Griff zu haben.“

Der Klub zahlt Garantie: 180 Euro am Tag, macht an 20 Tagen 3.600 Euro – dass dies allein ein Grund sein könnte, dort zu arbeiten, kommt den Journalisten aus Stuttgart offenbar nicht in den Sinn. Immerhin haben sie das „abgenutzte Interieur“ des Klubs bemerkt und die allzeit offenen Türen der Arbeitsräume der Damen. Beides scheint allerdings auch die Kunden nicht zu stören, die offenbar nur der Preis interessiert – womit wir beim eigentlichen Problem wären, mit dem ich Sie jetzt auch alleine lasse: Eigentlich macht erst der Geiz der Deutschen Biedermänner solche Bordelle möglich. Wenn Qualität ein Kriterium wäre, gäbe es keine Discount-Bordelle – nicht dieses und auch kein anderes.

Foto © 2009 by jessica rabbit

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Kommentare

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    Wir sind auch gegen die Billigbordelle, denn diese tragen zur Ausbeutung von Frauen bei. Als zweiten Punkt möchte ich erwähnen,dass Osteuropa nicht Osteuropa ist. Ich komme aus Litauen und arbeite in einer High-Class-Agentur.
    Die Geiz ist geil Mentalität macht uns das Leben schwer und viele können nicht mehr überleben. Vorallem deswegen nicht, weil die Rumänen sehr gern den Geschlechtsverkehr ohne Gummi vollziehen und immer mehr Freier auf ohne Gummi bestehen. Dagegen kommen wir nicht an.
    #1 nude-escort.de (Homepage) am 18.07.2009 12:40 (Antwort)
    Liebe Elena,

    vielen Dank für die Information. Allerdings glaube ich nicht, dass "Verkehr ohne Gummi" von Angehörigen einer Nationalität lieber vollzogen wird als von den Angehörigen einer anderen.

    Merci,

    Sehpferd
    #1.1 sehpferd (Homepage) am 18.07.2009 15:00 (Antwort)
    Vielleicht nicht alle, aber 80%. Ich kenne genug Mädchen aus Rumänien, die es ohne treiben. Es gibt ja bei freierforen so viele Berichte darüber. Live habe ich es auch schon gesehen. Es gibt regelrechte Reisegruppen nach Bukarest und die berichten das selbe. Kumpels die in bestimmten Bordellen verkehren, sagen das selbe. Meistens nehmen die nichtmal was extra dafür.
    #2 nude-escort.de (Homepage) am 18.07.2009 17:05 (Antwort)

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