Das Schlafzimmer – schwiegermuttersicher oder wie im Bordell?
Das Schlafzimmer gilt als der beleibteste Ort für die Liebe – was läge da näher, als es zu einem erotischen Paradies auszustatten, das die Liebe in jeder Hinsicht beflügelt? Nun, in der Praxis sehen die wenigsten Schlafzimmer wie Lasterhöhlen aus – eher schon wie Stauräume für Bekleidung. Ist dies die Unfähigkeit, sich schön einzurichten? Ist es Schlamperei? Oder soll der Schwiegermutter vorgeführt werden, wie brav man ist?
Nicht nur wegen der Schwiegermutter, sondern auch wegen der Gäste fragen sich vor allem junge Paare oft, wie erotisch das Schlafzimmer eigentlich sein darf. Soll man lustvolles Rot für Wände und Vorhänge wählen? Darf das Licht gedämpft sein, und solle man rötliche Lampenschirme verwenden? Will man erotische Fotos, Gemälde oder Skulpturen aufstellen? Wagt man, feste Ringe in die Wände einzulassen oder gar ein Spezialmöbel für Fesselungen zu integrieren?
Nicht zuletzt ergibt sich die Frage des Bettes: Holzgestell, Wasserbett, Polster oder Messing? Messing ist sehr erotisch – nicht nur, wenn man an die zahllosen Möglichkeiten der Stäbe denkt, aber Liebende fürchten den Quietschfaktor.
Ein US-amerikanisches Onlinemagazin hatte in seinen beliebten Bekanntschaftsanzeigen einmal die Frage integriert: „Was findet man in deinem Schlafzimmer“ – also ist offenbar nicht nur für Paare wichtig, wie die hauseigene Lasterhöhle eingerichtet ist, sondern auch für „Gäste“, die man damit für eine Nacht oder auch länger beeindrucken will.
Was meinen Sie? Wie lasterhaft darf der Raum aussehen, in dem die Liebe gefeiert wird?
Bild: © 2005 by malias







