Sex – ist der wirklich so wichtig?
In den letzten Wochen konnten sich die Presseleute nicht so recht entscheiden: Sollten sie Sex nun wichtig nehmen oder nicht? Ist die Welt inzwischen total versext oder einfach nicht sexy genug?
Nun ja – fragen wir doch mal den Chefredakteur dieses Magazins, nicht wahr? Also, wenn Sie den nun fragen würden, dann würde er vielleicht sagen: „Sex gibt es an jeder Straßenecke – aber das kribbeln, etwas völlig Neues, Sensationelles erleben zu dürfen, das bekommt man nur, wenn man sehr jung ist oder sehr erlebnishungrig“.
Ein paar Sachen wunderten uns hier aber nun wirklich: Da beschweren sich Frauen darüber, dass es so schrecklich schwierig ist, Orgasmen zu haben, und dass man sich dafür ganz schrecklich anstrengen muss – ja, meine Damen – wenn es denn so anstrengend für Sie ist, warum verschwenden Sie dann Ihre Zeit damit? Ganz anders die alleinerziehenden Frauen: Für sie gäbe es keine guten Männer mehr, es sei denn, für eine Nacht. Nun, wenn es nur Männer für eine Nacht gibt, dann gibt es eben nur Männer für eine Nacht – diese Welt wird für euch nicht in die Gegenrichtung eiern, nur weil ihr euch beklagt. Ebenfalls bedauerlich: Männliche Jungfern über 25, die behaupten, sie würden niemanden finden, um ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Ja, was denn? Gibt es eine begierigen Cougars in eurer Stadt? Und keine Huren, die sich auf so etwas verstehen?
Auch die Dauersexfanatiker haben offenbar ein Rad ab: Wenn sogenannte Forscher behaupten, man Männer 13 oder sonst was Mal an Sex am Tag denken, dann ist das schon hirnrissig genug – wenn aber jemand behauptet, ungefähr 13 Mal am Tag nicht an Sex zu denken, dann fällt er bei mir durch Raster.
Sex ist etwas sehr, sehr Schönes – aber das ist auch schon alles. Da wäre noch die Liebe, die Sinnlichkeit und die Erotik, und die dabei entstehenden Gefühle sind um vieles sinnlicher als es Sex je sein könnte.







