Dürfen Frauen sich Männer „gefügig“ machen?

fetischlust

Die Themen unserer Blogs stehen heute unter dem Motto. „An die Regeln halten oder die Regeln brechen“. Dazu ist mir ein Thema eingefallen, das in vielen Varianten immer wieder von Frauen diskutiert wird: „Wie mach ich meinen Freund kirre“, „wie verwöhne ich ihn, dass er nie mehr von mir loskommt“ oder „wie kann ich meinen Mann so erziehen, dass er meine Wünsche beim Sex erfüllt? Wenn man nun alles zusammenfasst, könnte man auch sagen:

Wie schaffe ich es, einen Mann sexuell abhängig von mir zu machen?“

Wie unschwer zu erkennen ist, wäre dies eigentlich eine Regelverletzung: Kein Partner sollte sich für den anderen „gefügig“ machen, und doch brechen auch Frauen diese Regel seit Jahrhunderten: Die Starken unter ihnen zwingen Männer „unter den Pantoffel“, die liebeserfahrenen Nutzen das, was Frauen „Muschimacht“ nennen, und die raffinierten nutzen die Möglichkeiten der sanften psychologischen Umerziehung am Objekt „Mann“.

Zuerst muss ich einen Wermutstropfen in den Wein allzu interessierter Möchtegern-Dompteusen tröpfeln: Nicht alle Männer sind umerziehbar, und Umerziehung ist ein Prozess, der in der Regel nicht nur auf das „Opfer Mann“ wirkt, sondern auch Rückwirkungen auf die „Täterin“ hat.

Wie funktioniert die erotische Umerziehung?

Theoretisch ist Umerziehung ganz einfach: Jeder Mann hat latente Wünsche und Träume, die er fast nie in seinem Leben verwirklicht, und die er auch vor dem Ehepartner geheim hält. Nach außen hin vertritt er aber andere Werte und sexuelle Präferenzen.

Bei der Umerziehung werden nun seine bisherigen Präferenzen konterkariert. Wann immer er „etwas normales“ will, wird dies verweigert und mit negativen Werten belegt. Zugleich werden die geheimen Wünsche herausgekitzelt, wobei die Verwirklichung zunächst freizügig angeboten wird. Der Mann wird also großzügig „angefüttert“.

Ist er „umerziehbar“, so werden dem Mann nun mithilfe der „Salamitaktik“ immer extremere und erniedrigendere Formen des Verhaltens antrainiert. Die meist mit einer gewissen „Feminisierung“ oder „Versklavung“ verbunden sind. Dies gelingt allerdings nur dann, wenn auch der Mann diese Praktiken heimlich ersehnt.

Die letzte Stufe besteht dann darin, die neuen, inzwischen verinnerlichten und begehrten Methoden rarer zu machen, sodass der Mann seine Frau oder Freundin anbetteln muss, die neuen Praktiken an ihm zu vollziehen.

Wie eine solche Umerziehung funktioniert, und wie dem Mann nach und nach die anfänglich noch bestehende Herrschaft über die Methoden der Frau entgleitet, ist nachdrücklich von Sacher-Masoch in der „Venus im Pelz“ geschildert worden – insofern ist das Buch für viele Männer eine Art „Einstiegsdroge“ in die Herrschaft der Frauen.

Das „pro“ und „contra“ der Methode? Als „contra“ steht die damit einhergehende Persönlichkeitsveränderung, die auch bei zunächst geläuterten, gutwilligen Paaren Probleme erzeugen kann. Als „pro“ wäre anzusehen, dass die Frauen oder Freundinnen dieser Männer ihre Partner daran hindern, ihre geheimen Wünsche bei Huren oder Dominas auszuleben.

Wer einen Tipp braucht, dem kann empfohlen werden, Rollenspiele statt Lebensspiele einzugehen. Dabei verändert man das Abhängigkeits-Szenario beispielsweise nur für ein Wochenende und lebt die Woche über genauso wie bisher.

Was meinen eigentlich Sie dazu? Sie sind alle immer so still?

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