Die Venus, der lüsterne Tannhäuser und die nackten Frauen
Sapperlot, dieser Wagner – ja, Wagner, Richard, der mit den langen Opern und den vielen Krachinstrumenten im Orchester. Also, dieser Wagner hat da doch eine Oper komponiert, in der die geballte Erotik vorkommt – jedenfalls im ersten Akt. Allerdings ist da ein Haken an der Sache: Der Sänger Tannhäuser ist ja an sich edel und gut, aber er wollte nun mal partout einen Blick in das Lotterleben bekommen. Dabei landete eri nicht etwa in einer mittelalterlichen Badestube, bei der man die Bademägde zum Flat-Rate-Tarif bekommen konnte, sondern in der bösen, bösen, bösen heidnischen Welt der Venus. Da er aber natürlich ein aufrechter Deutscher ist, wird sein Puffblick bald wieder in einen Marienblick verwandelt – und schwups sitzt er unter der Wartburg und soll einen zum besten geben: Ausgerechnet vom Eros.
Warum ich Ihnen das so brühwarm erzähle, als wäre es gestern gewesen? Na, weil man in Tannhäuser-Aufführungen natürlich jede Menge lustvolle Weiber auf die Bühne bringen kann – und nun halten Sie sich fest: Die Chemnitzer machen es sogar nackt. Neben dem Model Nicole Neubert, haben sich offenbar schon einige Chemnitzerinnen für die nackten Nymphen interessiert, die geschlagene 20 Minuten nackt, aber kunstvoll verhuscht durch den Venusberg schwirren und dabei den Tannhäuser bezirzen sollen.







